TestsRechner
Ruhepuls-Rechner: Ist dein Ruhepuls normal?
Ein normaler Ruhepuls liegt bei Erwachsenen zwischen 60 und 100 Schlägen pro Minute, das IQWiG nennt als üblich etwa 60 bis 90. Gut trainierte Sportler haben oft 40 bis 60 Schläge. Über 100 Schläge in Ruhe gelten als zu schneller Herzschlag und gehören ärztlich abgeklärt, ebenso ein niedriger Puls mit Schwindel oder Schwäche.
Rechner
Ruhepuls-Rechner
Deine Eingaben bleiben in diesem Browser. Das Ergebnis ist eine Orientierung und ersetzt keine Untersuchung. Grundlage: Normalbereiche nach MedlinePlus (U.S. National Library of Medicine, 2025) und IQWiG gesundheitsinformation.de (Glossar Bradykardie und Tachykardie), Hinweis zu Werten über 90 nach Harvard Health 2026.
So wird gerechnet
Ein normaler Ruhepuls liegt bei Erwachsenen nach MedlinePlus, der Gesundheitsbibliothek der US-Nationalbibliothek für Medizin, zwischen 60 und 100 Schlägen pro Minute [1]. Mit dem Rechner ordnest du deinen eigenen Wert ein. Du zählst deinen Puls in Ruhe, trägst die Zahl der Schläge ein und wählst, wie lange du gezählt hast. Der Rechner rechnet die Zahl auf eine Minute hoch: Bei 30 Sekunden verdoppelt er sie, bei 15 Sekunden nimmt er sie mal vier. Hast du eine volle Minute gezählt oder zeigt dir ein Messgerät den Wert pro Minute an, wählst du "60 Sekunden".
Zwei Beispiele: Du zählst in 30 Sekunden 34 Schläge. Das ergibt 68 Schläge pro Minute und liegt im üblichen Bereich. Zählst du in 15 Sekunden 26 Schläge, kommt der Rechner auf 104 Schläge pro Minute. Das ist mehr als 100 und damit der Bereich, den Fachleute als zu schnellen Herzschlag bezeichnen [3].
MedlinePlus nennt als Zählweise die volle Minute oder 30 Sekunden mal zwei. Auch 10 oder 15 Sekunden mal sechs oder mal vier seien in der Regel genau [1]. Je kürzer du zählst, desto stärker wirkt sich ein verzählter Schlag aus. Bei 15 Sekunden verschiebt ein Schlag mehr oder weniger das Ergebnis um vier Schläge pro Minute.
| Ruhepuls pro Minute | Einordnung im Rechner | Beleg |
|---|---|---|
| unter 40 | sehr langsam; unter etwa 30 bis 40 Schlägen kann es zu kurzer Ohnmacht kommen | [1, 2] |
| 40 bis 59 | langsamer als üblich (Bradykardie), bei gut trainierten Sportlern häufig ohne Beschwerden | [1, 2] |
| 60 bis 90 | üblicher Bereich | [1, 2] |
| 91 bis 100 | noch im Normalbereich, am oberen Ende | [1, 4] |
| über 100 | zu schneller Herzschlag (Tachykardie) | [3] |
Die Grenzen 60 und 100 stammen von MedlinePlus und aus dem Glossar von gesundheitsinformation.de, dem Informationsangebot des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Das IQWiG nennt für Erwachsene in Ruhe üblicherweise etwa 60 bis 90 Schläge, spricht von einer Tachykardie aber erst ab mehr als 100 Schlägen [2, 3]. Deshalb hat der Rechner für 91 bis 100 eine eigene Stufe. Harvard Health, der Gesundheitsdienst der Harvard Medical School, rät, einen Ruhepuls, der dauerhaft über 90 liegt, der Ärztin oder dem Arzt mitzuteilen [4].
Was der Rechner zeigt und woher die Werte stammen
Der Rechner ist ein eigenes Werkzeug von check-dich-selbst.de. Er rechnet deine Zählung auf eine Minute hoch und ordnet das Ergebnis den Bereichen aus der Tabelle zu. Die Bereiche gelten für Erwachsene. Für Kinder nennt MedlinePlus höhere Werte, zum Beispiel 80 bis 130 Schläge mit 1 bis 2 Jahren und 70 bis 110 Schläge mit 7 bis 9 Jahren. Ab 10 Jahren gilt wie bei Erwachsenen 60 bis 100 [1].
Ein Ruhepuls unter 60 ist für sich noch kein Problem. Gut trainierte Sportlerinnen und Sportler haben nach MedlinePlus oft 40 bis 60 Schläge pro Minute [1], nach dem IQWiG häufig ohne Beschwerden [2]. Regelmäßige anstrengende Bewegung ist nach Harvard Health der beste Weg, den Ruhepuls zu senken [4]. Anders liegt der Fall, wenn jemand kaum Sport treibt und trotzdem einen sehr niedrigen Wert hat, vor allem mit Schwindel oder Schwäche.
Große Langzeitstudien zeigen einen Zusammenhang zwischen Ruhepuls und Sterberisiko. Eine Metaanalyse von Dongfeng Zhang und Kollegen hat 46 Studien mit mehr als 1,2 Millionen Teilnehmenden ausgewertet. Mit jeweils 10 Schlägen pro Minute mehr stieg das Risiko, in der Beobachtungszeit zu sterben, um 9 Prozent, das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, um 8 Prozent. Menschen mit einem Ruhepuls über 80 hatten gegenüber der Gruppe mit dem niedrigsten Puls ein um 45 Prozent höheres Sterberisiko [5]. Beobachtungsstudien wie diese zeigen einen Zusammenhang. Ob ein niedrigerer Puls selbst schützt, belegen sie nicht.
Grenzen des Rechners
Ein einzelner Wert sagt wenig. Der Ruhepuls hängt nach Harvard Health unter anderem von Stress, Angst, Hormonen, Medikamenten und deinem Aktivitätsniveau ab [4]. Wer direkt nach dem Treppensteigen zählt, misst keinen Ruhepuls. Miss deshalb an mehreren Tagen zur gleichen Zeit und vergleiche die Werte.

Manche Medikamente senken den Puls. Das MSD Manual nennt als Beispiele Betablocker und Kalziumkanalblocker [7]. Das IQWiG zählt bestimmte Herzmedikamente, eine Schilddrüsenunterfunktion und Unterkühlung zu den möglichen Ursachen eines langsamen Herzschlags [2]. Einen schnellen Herzschlag können nach dem IQWiG unter anderem Stress, Alkohol oder Drogen, Kreislaufstörungen oder Erkrankungen der Schilddrüse auslösen [3]. Keine dieser Ursachen kann der Rechner erkennen.
Ob dein Herz regelmäßig schlägt, zeigt der Rechner ebenfalls nicht. Ein unregelmäßiger Puls oder ein sehr kräftiger Puls über mehrere Minuten gehört nach MedlinePlus ärztlich angesehen, unabhängig von der Zahl [1]. Herzrhythmusstörungen lassen sich mit einem EKG erkennen und voneinander unterscheiden [6].
So misst du deinen Ruhepuls richtig
Den Puls fühlst du dort, wo eine Schlagader dicht unter der Haut liegt, am einfachsten an der Innenseite des Handgelenks oder am Hals. Am Handgelenk legst du die Finger flach auf und drückst, bis du den Puls spürst. Für den Hals setzt oder legst du dich vorher hin und tastest nie beide Seiten gleichzeitig ab [1].

Die beste Zeit für die Messung ist nach Harvard Health gleich morgens, noch bevor du aufstehst [4]. Zähl eine volle Minute oder 30 Sekunden und trag die Zahl in den Rechner ein. Pulsuhren und Fitnessarmbänder zeigen den Ruhepuls oft schon als Wert pro Minute an; den trägst du mit der Auswahl "60 Sekunden" ein. Wenn du deine Werte über einige Wochen notierst, siehst du, wie stark dein Ruhepuls von Tag zu Tag schwankt.
Wann du dir Unterstützung holen solltest
Sprich mit deiner Hausarztpraxis, wenn dein Ruhepuls bei mehreren Messungen über 100 liegt oder deutlich unter 60, ohne dass du viel trainierst. MedlinePlus rät, einen anhaltend hohen oder niedrigen Ruhepuls ärztlich zu besprechen [1]. Die Hausarztpraxis ist nach dem IQWiG bei gesundheitlichen Beschwerden meist die erste Anlaufstelle [6].
Wichtiger als die Zahl sind Beschwerden. Bekommt das Gehirn wegen einer Herzrhythmusstörung zu wenig Sauerstoff, kann das zu Schwindel oder Ohnmacht führen. Bekommt der Herzmuskel zu wenig Blut, können Brustschmerzen auftreten, außerdem sind Atemnot und Schwäche möglich. Schlägt das Herz ohne Anstrengung sehr schnell, spürst du das unter Umständen als Herzrasen [6]. Bei Schmerzen im Brustbereich rät gesund.bund.de, immer den Notruf 112 zu wählen [8].
Ruhepuls, Training und Herzgesundheit
Viele beobachten ihren Ruhepuls, um zu sehen, ob ihr Training wirkt. Nach Harvard Health kann regelmäßige anstrengende Bewegung den Ruhepuls senken [4]. Wie viel Bewegung empfohlen ist und welcher Puls beim Training passt, erklärt der Ratgeber Welcher Puls beim Sport? Deine Pulsbereiche für das Training schätzt der Maximalpuls-Rechner.
Was der Ruhepuls über zu viel Training aussagt, steht im Ratgeber Übertraining: Anzeichen erkennen. Wie deine Gewohnheiten insgesamt zu einem gesunden Herzen passen, fragt der Check Bewegung und Herz-Kreislauf ab. Neben dem Puls zählt für das Herz auch der Blutdruck. Wie du deine Messwerte einordnest, zeigt der Rechner Blutdruck einordnen auf vorsorge.check-dich-selbst.de.
- Behörde Pulse (Medical Encyclopedia). MedlinePlus, U.S. National Library of Medicine; aktualisiert von Vorvick LJ. Stand 01.01.2025. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Bradykardie (Glossar). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Tachykardie (Glossar). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 28.10.2026
- Organisation What your heart rate is telling you. Harvard Health Publishing, Harvard Medical School; geprüft von Marshall M. Stand 02.04.2026. abgerufen am 28.10.2026
- Studie Resting heart rate and all-cause and cardiovascular mortality in the general population: a meta-analysis. CMAJ 188(3):E53 bis E63. Zhang D, Shen X, Qi X. Stand 2016. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Herzrhythmusstörungen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 04.10.2022. abgerufen am 28.10.2026
- Organisation Beginn eines Trainingsprogramms (MSD Manual Ausgabe für Patienten). Johnston BD; MSD Manual. Stand 04/2025. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Herzinfarkt. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 28.08.2020. abgerufen am 28.10.2026
Hinweis: Ein Selbsttest gibt dir eine erste Einschätzung. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung und keine Diagnose.
Passt dazu
-
Tests Schritte-Ziel-Rechner
Schritte-Ziel-Rechner: Gib deine Schritte pro Tag und dein Alter ein und sieh, wo du nach großen Studien zu Schrittzahl und …
-
Tests Kalorienverbrauch beim Sport
Kalorienverbrauch beim Sport schätzen: Aktivität wählen, Gewicht und Dauer eingeben.
-
Tests Maximalpuls berechnen
Maximalpuls berechnen aus dem Alter mit 220 minus Alter oder der Tanaka-Formel, dazu Pulsbereiche für mäßiges und hartes …
-
Ratgeber Motivation für Sport finden
Motivation für Sport finden: welche Gründe tragen, warum Freude zählt und wie feste Pläne, Gewohnheiten und …